Ulrich Finsterwalder 1897–1988
 

 

Ulrich Finsterwalder ist eines der größten Bauingenieure des Zwanzigsten Jahrhunderts, der als genialer Ingenieur mit Maillard, Nervi, Dischinger und Leonhard in einer Reihe steht. Sein Leben und seine Arbeit waren begleitet vom Ersten und Zweiten Weltkrieg.
Nach Kriegsgefangenschaft und Beendigung des Studiums startete der junge Bauingenieur schnell seine Laufbahn bei Dyckerhoff & Widmann, wurde schließlich  Chefingenieur und Gesellschafter der Großfirma und übernahm die Aufgabe des Wiederaufbaus der Konstruktionsbüros nach dem Zweiten Weltkrieg. Fünf Jahrzehntelang war er an zahlreichen Projekten und Bauten maßgeblich beteiligt.


Ab den 1950er Jahren entwickelte er das DYWIDAG-Spannverfahren und die Freivorbauweise und profilierte sich im Betonbrückenbau als weltweit anerkannter Großmeister. Nach 50 Berufsjahren schied er 1973 aus dem aktiven Firmendienst aus, arbeitete aber noch 15 Jahre als beratender Ingenieur an Großprojekten wie der Brücke über die Meerenge von Messina, dem Ärmelkanaltunnel und dem Brennerbasistunnel. Er starb 1988 in München.

 

 

Ein Leben für den Betonbau

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Doyen des Brückenbaus

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