Gerd Lohmer - der Brückenarchitekt (1909-1981)
Gerhard Lohmer wurde 1909 in Köln geboren. 1928 legte
er sein Abitur ab. Von 1930 bis 1936 studierte er Architektur
an den Technischen Hochschulen in München, Aachen und
Stuttgart und machte sein Diplom bei Prof. Paul Bonatz.
Anschließend konnte er sechs Jahre lang im Privatbüro von
Bonatz an Wettbewerben und anderen Brücken- und Hochbauprojekten
mitarbeiten.
Ab den 1950er Jahren spezialisierte sich Lohmer weitgehend
auf das Entwerfen von Brücken. Im Laufe der Jahre entwickelte
sich eine fruchtbare Zusammenarbeit mit vielen Baufirmen
im In- und Ausland, wie z. B. Gutehoffnungshütte und Krupp,
und vor allem mit führenden Brückenbauingenieuren.
Offensichtlich war er einer der wenigen Architekten,
die sich intensiv mit dem Brückenbau beschäftigten. An
vielen Wettbewerben war er gleich mehrfach beteiligt, weil er
gleichzeitig mehrere Firmen in Entwurfsfragen
beriet. Er machte sich zu Recht einen Namen als Brückenarchitekt
und arbeitete praktisch nur noch an Brückenprojekten.
Die TH Aachen verlieh ihm 1963 die Ehrendoktorwürde.
Gleichzeitig erhielt er auch den Großen Kunstpreis des Landes
Nordrhein-Westfalen. Einen Ruf als Professor an die TH Aachen
nahm er nicht an.
Gerd Lohmer starb 1981 in seiner Heimatstadt Köln.
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